Die Natural Livestockfarming Foundation fördert und organisiert die internationale Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Tierärzten und Wissenschaftlern in den Niederlanden, Indien, Uganda und Äthiopien. Der Austausch von Wissen über die Anwendung von Kräutern in der Milchviehhaltung ist von zentraler Bedeutung. Die Stiftung wird von Oxfam Novib unterstützt. (www.naturallivestockfarming.com)

Arie Boorsma, CEO von VievePharmproducts, nahm 2015 an einem Austausch mit Indien teil und war eine Woche lang zu Gast am Institute of Ayurvedic and Integrated medicine (I-AIM) in Bangalore. Boorsma: „Mein Besuch in Südindien war ein Kulturschock: Die Unterschiede zwischen niederländischen und indischen Milchbauern sind enorm. Die Landwirte dort sind meist Frauen und besitzen im Durchschnitt nicht mehr als ein oder zwei Kühe. Aber weil es so viele Inder gibt, sind die Zahlen enorm. Auch der Einsatz von Antibiotika ist enorm. Sie sind an jeder Straßenecke zu kaufen und werden unkontrolliert eingesetzt.

In allen Ländern stellt die zunehmende Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika ein Problem dar. Es wird immer wichtiger, Alternativen zu Antibiotika zu finden. Weltweit suchen Wissenschaftler nach Lösungen im Pflanzenreich.

Das I-AIM-Institut in Bangelore inventarisiert und erforscht Heilpflanzen. Dabei verbinden sie das jahrhundertealte ayurvedische Gesundheitssystem mit der modernen medizinischen Wissenschaft. I-AIM arbeitet eng mit der Tamil Nadu Veterinary and Animal Science University (TANUVAS) zusammen.

Boorsma: „Es gibt viel Wissen, aber die Umsetzung in die Praxis ist noch nicht ausreichend erfolgt. Ich bin in meiner Überzeugung bestätigt worden, dass wir (BIOCHEM, Anm. d. Red.) auf dem richtigen Weg sind. Die medizinischen Eigenschaften von z. B. Kurkuma, Aloe Vera und Knoblauch sind in Indien seit Jahrhunderten anerkannt. Wir verwenden diese Kräuter auch in unseren Heilmitteln und erzielen damit hervorragende Ergebnisse.

Im Falle einer Mastitis empfehlen die Tierärzte von I-AIM eine Kräutermischung aus Aloe Vera, Kurkuma und Kalziumhydroxid. Diese Mischung wird zu einer Paste gemahlen und sollte mindestens sechsmal täglich auf das Euter der kranken Kuh aufgetragen werden. Die Wirkung ist vielversprechend, aber die praktische Anwendung ist sehr arbeitsintensiv. Boorsma: „Wenn man nur eine Kuh hat, ist das vielleicht nicht so ein Problem, aber bei großen Herden, wie wir sie in den Niederlanden haben, ist es ein Problem. Dann brauchen Sie mehr benutzerfreundliche Ressourcen.

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Grüne Antibiotika. Über die Erfahrungen von Milchviehhaltern und Tierärzten aus den Niederlanden und Indien, die gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren.

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